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Kurzsichtigkeit

Achtung Myopiekontrolle!
Kurzsichtigkeit

Was ist eine Myopie und was können wir für Sie tun?

Die Generation „Smartphone“ ist prädestiniert für eine Myopie.
Die Generation „Smartphone“ ist prädestiniert für eine Myopie.

Myopie oder Kurzsichtigkeit

Myopie ist das, was wir landläufig eine Kurzsichtigkeit nennen. Kurz Entferntes kann man gut sehen, was weiter weg ist, wird unscharf. Wir von SICHTBETONT beschäftigen uns nicht nur damit, Ihnen Brillen oder Contactlinsen als Ausgleich anzupassen, wir schauen immer auch ein Stück weiter und kennen den Stand der Forschung.
Und noch wichtiger: Wenn es etwas gibt, was Sie Ihren Augen bieten können, um länger gesund zu sehen, dann erfahren Sie dies von uns.

Risiken der Myopie

Viele Eltern sind besorgt, dass die Gläser ihrer Kinder immer dicker werden. Auch Erwachsene sehen die Abhängigkeit von der Brille oder den Contactlinsen als größtes Risiko der Kurzsichtigkeit.

Für Optometristen und Ophthalmologen ist jedoch das mit zunehmender Myopie einhergehende Risiko für viele Augenerkrankungen das größte Risiko.
Die ­Tabelle zeigt dies für zwei häufige Veränderungen: Auch ein Glaukom und der Katarakt zeigen ein deutlich höheres Risiko bei Kurzsichtigen. Daher ist die Kontrolle der Progression für alle Myopen, deren Kurzsichtigkeit zunimmt, ein wichtiger Aspekt der Augengesundheit.

Ursachen der Myopie

Ursache 1: Die Gene

Dass Menschen kurzsichtig werden, hat mehrere Ursachen. Zuerst die erbliche Voraussetzung: Kinder myoper Eltern haben ein deutlich ­höheres Risiko, später myop zu werden. Sind beide Elternteile kurzsichtig, so ist das Risiko der Kinder 6x höher, myop zu werden als bei nicht kurzsichtigen Eltern.

Ursache für Myopie: Genetische Vorbelastung

Ursache 2: Wie die ­Augen gebraucht werden

Aber es sind nicht immer die Gene der Eltern, die zur Myopie führen: So haben Optometristen schon vor mehr als 40 Jahren drei Generationen Eskimos untersucht. Während bei Großeltern und Eltern keine Kurzsichtigkeiten beobachtet wurden, hatten viele Kinder eine Myopie. Die Kinder waren die erste Generation mit Schulpflicht!

Es spielt daher auch eine große Rolle, wie wir unsere Augen gebrauchen. Je mehr Nahtätigkeit wie Lesen (und heute vor allem der Gebrauch von Computer, ­Tablet und Smartphone) wir ­haben, ­desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, myop zu werden oder stärker kurzsichtig zu werden. Und das unabhängig vom Körperwachstum.

Direkt mit der zunehmenden Belastung der Augen durch Nahsehen hängt die Zusammenarbeit der Augen beim Lesen zusammen.

Zum einen müssen sich die Augen auf nahe Objekte scharf stellen, Akkommodation. Gleichzeitig müssen die Augen auf das scharf gestellte Objekt zielen, Konvergenz. Beides, Akkommodation und Konvergenz, müssen sehr fein zusammenspielen. Oft entstehen da Belastungen des visuellen Systems. Dieses ist eigentlich für Nahanforderungen sehr schlecht konstruiert, dies hat der Optometrist Skeffington schon in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts erforscht.
Schon kleine Ungenauigkeiten beim Scharfstellen oder Zielen der Augen beim Lesen können eine Entwicklung der Myopie negativ beeinflussen.

Ursache 3: Stubenhocken

Neuere Studien zeigen, dass auch die Zeit, die wir unter freiem Himmel verbringen, eine Rolle bei der Entstehung und Progression der Kurzsichtigkeit spielt.
So haben Kinder, die weniger als 1,6 Stunden pro Tag draußen sind, ein bis zu 3x höheres Risiko.

Tipp für Eltern:

Eine immer stärker werdende Kurzsichtigkeit Ihres Kindes kann man oft abschwächen.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin!

Therapie der Myopie

Brille

Seit feststeht, dass Unschärfe zu einem Längenwachstum führt, ist klar, dass jede Myopie vollständig korrigiert werden muss.
Eine bewusste Abschwächung der Gläser, wie dies früher üblich war, verstärkt die Zunahme der Myopie. Dies konnte in umfangreichen Studien der Kollegen O´Leary aus London und Jane Sarkadinenberg vom Holden Vision Institut nachgewiesen werden.

Gleitsichtbrille

In manchen Fällen lässt sich das Fortschreiten der Myopie durch Gleitsichtgläser oder Nahkomfort Gläser verlangsamen. Diese entlasten bei Nahsehstress. Ob eine solche Lösung in Frage kommt, klärt unsere umfangreiche optometrische Analyse.n werden.

Orthokeratologie

Contactlinsen, die über Nacht die Form der Hornhaut ändern, kennt man in der Optometrie seit mehr als 50 Jahren.

Mit höchst sauerstoffdurchlässigen Linsen ist die Orthokeratologie in den letzten 15 Jahren ein sicheres Verfahren geworden. Dabei hat sich gezeigt, dass sich damit die Progression der Myopie hervorragend verlangsamen lässt.

Die Wirkungsweise ist ähnlich der Multifokallinsen: Es entsteht tagsüber ein schärfes Bild auf der peripheren Netzhaut. Der Optometrist Jeff Walline von der Ohio State University und der Schweizer Optometrie Kollege Dr. Martin Lörtscher, Optometrist an der Auckland University in Neuseeland, konnten dies in umfangreichen Studien nachweisen.

Vision Therapy

Immer wenn Nahsehstress zu negativen Anpassungen des visuellen Systems führt und dieser eine schnelle Progression der Myopie ­fördert, ist es sinnvoll, durch Vision Therapy die Einstellung der Augen beim Lesen zu normalisieren. Unter Vision Therapy versteht man, durch Übungen in der Praxis eines Optometristen, die das Ziel ­haben, Akkommodation und Konvergenz zu beeinflussen.

Contactlinsen

Nachdem Earl Smith III nachgewiesen hat, dass die periphere Netzhaut eine wesentliche Rolle bei der Progression der Myopie spielt, konnten mit speziellen Contactlinsen wesentliche Fortschritte in der Myopie Kontrolle erreicht werden. Wird ein kurzsichtiges Auge mit Brille oder Contactlinse optimal korrigiert, so entsteht zwar im Zentrum der Netzhaut ein scharfes Bild, am Rand wird das Bild jedoch unschärfer. Es ist am Rand weniger Myopie als im Zentrum.

In Kenntnis der Arbeit von Smith haben Alder und Wilsoet, Optometristen in Neuseeland, 2008 zuerst die Idee verfolgt, Multifokallinsen zur Myopiekontrolle einzusetzen. Diese Linsen haben am Rand weniger Stärke als im Zentrum und wurden eigentlich zur Korrektur der Alterssichtigkeit, ähnlich einer Gleitsichtbrille, entwickelt.

Schaubild

(Bild aus: www.optikum.at (Fachmagazin für Augenoptik und Optometrie) nach einer Studie von Smith III, Earl L. et al.: Es zeigt jeweils die Bildebene im Auge (unkorrigiert, traditionell korrigiert (Einstärkengläser oder -linsen) und so korrigiert, dass ein Längenwachstum vermieden wird.)

Pharmakologie

Sehr kontrovers wird der Einsatz von Atropin Tropfen diskutiert. Zwar zeigte sich im ersten Jahr ein deutlicher Effekt, jedoch ­wurde dieser nach längerer Zeit wieder aufgeholt. Zudem waren die Nebenwirkungen erheblich. Neu ist der Ansatz, mit nur 0,01 % Atropin zu arbeiten. Erste Ergebnisse scheinen vielversprechend zu sein, auch wenn dies derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden kann.

Was passiert im Auge?

Vor zirka 20 Jahren hat Frank Scheffel, Biophysiker von der ­Universität Tübingen, an Hühnern nachgewiesen, dass ein unscharfer Seheindruck auf der Netzhaut zu einem Längenwachstum des Auges führt. Earl Smith III, Optometrist und Dean der Optometrie Fakultät der Universität in Houston, konnte 2008 nachweisen, dass dieses Längenwachstum von der peripheren Netzhaut gesteuert wird. Entsteht dort Unschärfe, so wächst das Auge, die Kurzsichtigkeit (Fachbegriff Myopie) wird stärker.

 

Immer mehr Menschen werden kurzsichtig

Weltweit nimmt die Kurzsichtigkeit stark zu. Waren 1972 nur 25% der Amerikaner myop, stieg die Zahl bis zum Jahr 2000 auf 45%: Brian Holden, Optometrist aus Sydney und Gründer des weltberühmten Holden Vision Institut, prophezeite 2016 in einer epidemiologischen Studie die Zunahme der Myopie für Zentraleuropa von 20,5% im Jahr 2000 auf 50% in 2050.

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